Am Ufer des Möhnesees wurden in Körbecke in den vergangenen Tagen zwölf tote Stockenten sowie eine bereits verweste Taube gefunden, die das Kreisveterinäramt direkt zum Chemischen Veterinäruntersuchungsamtes Westfalen nach Arnsberg geschickt hat. Das Kreisveterinäramt geht aufgrund einer ersten Einschätzung des dortigen Pathologen davon aus, dass die Tiere höchstwahrscheinlich am Geflügelbotulismus erkrankt sind.

"Das warme Wetter und die geringe Sauerstoffkonzentration im Wasser führen dazu, dass sich im Schlamm und im Wasser das Bakterium Clostrium botulinum vermehren kann. Die Bakterien sondern ein Gift ab, das bei Tieren zum Tode führt. In Hitzesommern und bei Niedrigwasser können Wildvögel wie Enten, Schwäne und Gänse bei der Nahrungssuche im Schlamm dieses Bakterium aufnehmen. Fische sind nicht betroffen", erklärt Kreisveterinärin Dr. Nathalie Brüssow. Auch wenn eine Übertragung auf den Menschen als eher unwahrscheinlich eingeschätzt wird, sollten Menschen und Haustiere vorsorglich einen Kontakt mit den toten Wildvögeln vermeiden. Falls Anwohner oder Passanten weitere tote Wasservögel sichten sollten, wird gebeten, diese dem Ordnungsamt der Gemeinde Möhnesee zu melden, unter der Telefonnummer 02924-9810. (Pressemeldung Kreis Soest) 

Das Video zeigt Archivaufnahmen von Wasservögeln im Ausgleichsweiher: